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08.05.2012

Ausstellung: "Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus" in der Gedenkstätte KZ Osthofen

Vom 24. Mai bis 15. Juli 2012 zeigt der Förderverein Projekt Osthofen in Kooperation mit dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 und der Landeszentrale für politische Bildung in der Gedenkstätte KZ Osthofen die Ausstellung "Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus".

Woher nahmen junge Menschen, oft erst 16 Jahre alt, den Mut, sich gegen das Unrechtsregime der Nationalsozialisten zu wehren? Wie ist Widerstand möglich, in einer Zeit, in der jedes Aufbegehren mit schwersten Strafen geahndet wird? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Es lebe die Freiheit – Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“.
Der Frankfurter Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 - 1945 hat dafür die Lebensläufe von rund 20 oft wenig bekannten, jungen Frauen und Männern aus allen Regionen Deutschlands zusammengetragen und in Einzel- und Gruppenbiografien dargestellt. Gertrud Liebig etwa, junge Gewerkschafterin aus Frankfurt, verteilte verbotene Zeitschriften und Flugblätter gegen das NS-Regime und ging dafür in Haft. Walter Klingenbeck, ein 17-jähriger Münchner, hörte ausländische Radiosender und malte das Widerstandszeichen „Victory“ an Häuserwände; er büßte seinen Mut mit dem Tod. Gezeigt werden aber auch die Schicksale der jungen Menschen in den bekannteren Widerstandsgruppen wie der „Weißen Rose“ oder den „Edelweißpiraten“.
Mit knappen Texten, vielen Fotos und Dokumenten wendet sich die Ausstellung besonders an Jugendliche, um ihnen deutlich zu machen, dass nicht alle Menschen in der NS-Zeit Mitläufer oder Mittäter wurden. Gleichzeitig sollen die Beispiele Mut machen, gegen den Strom zu schwimmen, wenn man von einer guten Sache überzeugt ist.
Für die Präsentation in der Gedenkstätte hat der Förderverein Projekt Osthofen die Ausstellung mit regionalen Beispielen (aus Worms, Ludwigshafen, Mainz, Frankfurt, u.a.) und Medienstationen erweitert.
Gezeigt werden auch regionale Ergänzungen aus dem Raum Offenbach und aus Koblenz.

Flyer zur Ausstellung (pdf./2,2 MB)

 

Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 24. Mai 2012, 18 Uhr, Gedenkstätte KZ Osthofen

Thomas Altmeyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945“, führt in die Ausstellung ein. Die musikalische Begleitung des Abends übernehmen Jörg Seyffarth, Mitautor des Buches „Gefährliche Lieder“ (erschienen im Emons-Verlag 2011) und Herbert Schmitt, Musiker und Musikpädagoge, die Lieder und Geschichten der unangepassten Jugend 1933-1945 im Rheinland zu Gehör bringen.
Anmeldung unter:
info@projektosthofen-gedenkstaette.de
oder telefonisch unter 06242 - 91 08 25