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RLP

06.04.2017

„Gemeinschaftsfremde“ - Zwangserziehung im Nationalsozialismus, in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR

Tagung - Montag, 22. Mai 2017 von 10.00 bis 17.30 Uhr in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Foto: © LpB

Foto: © LpB

Die Ausgrenzung von Außenseitern, als „Gemeinschaftsfremde“ stigma-
tisiert, hatte eine lange Tradition in Deutschland.
Breit war die Palette derer, die unter den Begriff der „Gemeinschafts-
fremden“ fiel: im Nationalsozialismus die so genannten “Asozialen“,
als „arbeitsscheu“ abgestellte Menschen, diejenigen, die aus rassischen
Gründen nicht in die „Volksgemeinschaft“ passten, wie „Zigeuner“ oder
diejenigen, die unter das Erbgesundheitsgesetz fielen.
Kindern von „Gemeinschaftsfremden“ drohte Zwangserziehung,
Heimaufenthalt, Psychiatrie; Kinder und Jugendliche, die in die Kategorie
der „Gemeinschaftsfremde“ fielen, wurden auch in eigens für sie einge -
richtete Konzentrationslager eingewiesen.
Auch nach dem Nationalsozialismus wurden Begriffe, die der Ausgren-
zung und der Kategorisierung von Menschen dienten, weiter verwendet,
so der des „Asozialen“. Auch blieben die Ressentiments gegenüber dem
„Zigeuner“ jahrzehntelang bestehen. Hinzu kamen nun auch Einteilungen
wie „Gammler“ oder „kriminell gefährdet“.
In beiden Teilen Deutschlands – der Bundesrepublik und der DDR  –
war die Heimerziehung eher Strafe als Erziehung. Und diese Erziehung  
bestand aus Unterdrückung und Gewalt.

Den genauen Programmablauf sehen Sie hier.