• DE
  • EN
RLP

07.06.2017

Ausstellung zum KZ Natzweiler in Osthofen eröffnet

Am 1. Juni 2017 wurde in der Gedenkstätte KZ Osthofen die Ausstellung "Bientot la Liberté nous reviendra - Freiheit so nah, so fern" eröffnet.

Die französisch-deutsche Ausstellung behandelt die Geschichte des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass und seiner Außenlager, die es im Gebiet der heutigen Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz gegeben hat. Sie wurde von der französischen Gedenkstätte in Natzweiler unter der Regie des Französischen Verteidigungsministeriums und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg erarbeitet. Zur Einführung in die Hintergründe führt ein kurzer Informationsfilm ein.

Die rheinland-pfälzische Landeszentrale für politische Bildung hat zusammen mit der Kreisverwaltung Cochem-Zell Informationen zum einzigen damaligen, auf heute rheinland-pfälzischem Gebiet liegende Außenlager in Bruttig und Treis (bei Cochem) in die Ausstellung eingefügt.

Nach der Begrüßungsansprache des Direktors Bernhard Kukatzki sprach die Abteilungsleiterin für Gedenkstättenarbeit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg Sybille Thelen über die Entstehung der Ausstellung und ihre Bedeutung für die grenzüberschreitende Gedenkarbeit zwischen Frankreich und Deutschland.

Ernst Heimes, Schriftsteller und Buchhändler aus Löf an der Mosel, las Passagen aus seinem Buch „Ich habe nur den Zaun gesehen“, welches das Lager Treis-Bruttig aus der Sicht der Zeitzeugen erfahrbar macht.

Durch die Ausstellung führte Frédérique Neau-Dufour, Direktorin des „Centre européen du résistant déporté“ an der Gedenkstätte zum ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof. Unterstüzt wurde sie im Hinblick auf die Informationen zum Lager bei Cochem von Guido Pringnitz aus Treis-Karden.

Fotos: Sybille Thelen (LpB Baden-Württemberg und  Frédérique Neau-Dufour (Centre européen du résistant déporté) in der Ausstellung; Blick in die Ausstellung (Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser)