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RLP

06.07.2017

Mehr gemeinsame Projekte der Gedenkarbeit

Polnischer Vizekonsul Przemyslaw Gembiak besucht den Ort des ehemaligen Lagers „Rebstock“

Er könne sich sehr gut ein gemeinsames Forschungsprojekt vorstellen, betonte der Vizekonsul bei seinem Besuch in Marienthal. Vor Ort übergab Militärhistoriker Wolfgang Gückelhorn dem polnischen Besucher Transportlisten mit den Namen von 88 polnischen Häftlingen, die damals im Außenlager „Rebstock“ für die deutsche Rüstungsindustrie Zwangsarbeit leisten mussten. Darüber hinaus hatte Gückelhorn Häftlingspersonalkarten, Zeitzeugenberichte, Pläne und Archivmaterial im Gepäck. Alles  Ergebnisse seiner Forschung, die er als Autor auch in die Publikation „Das Lager Rebstock 1943/44 – Rüstungsbetrieb und KZ im Ahrtal“ eingebracht hatte. Die Landeszentrale für politische Bildung hatte mit einer Fachtagung und zwei runden Tischen zu „Rebstock“ wichtige Impulse gegeben. „Das Material ist auch für unsere Forschung von Bedeutung“, unterstrich Vizekonsul Gembiak. Er wolle allerdings nicht in der Vergangenheit stehen bleiben. Und deshalb wurde er konkret. Für den Gedenkort in der Entstehung schlug er einen „Friedensbaum“ vor. Außerdem würde er in Rheinland-Pfalz gerne zwei Ausstellungsprojekte umsetzen.