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RLP

Blashkun, Dmitrij

Blashkun (2.v.r) mit anderen Zwangsarbeitern des Betriebes der Firma „Korona“, in Andernach, drei Wochen nach seiner Entlassung aus dem SS-Sonderlager Hinzert; Quelle: NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz
Dmitrij Blashkun beim Besuch der Gedenkstätte KZ Hinzert im Mai 2004; Quelle: NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz

geb. am 20. November 1923 in Sinjawa, Ukraine
gest. am 27. Mai 2011 in Winniza, Ukraine

Häftling im KZ Hinzert vom 1942 bis 1943

Mit 19 Jahren wurde Dmitrij Blashkun zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Zunächst musste er in Essen in der Sperrholzfabrik „Korona“ arbeiten. Von hier unternahm er seinen ersten Fluchtversuch, der jedoch scheiterte. Es folgten fünf Monate Haft in den Gefängnissen von Essen und Münster. Anschließend musste er in die Sperrholzfabrik zurück. Nachdem dieser Betrieb durch einen Luftangriff zerstört worden war, wurde die Arbeit  nach Andernach ausgelagert. Von hier aus versuchte Blashkun 1943 erneut zu fliehen. Er wurde wieder verhaftet und nun sofort in das SS-Sonderlager/KZ Hinzert eingewiesen. Nach seiner Entlassung 1944 kam er abermals zu der Sperrholzfabrik „Korona“ zurück nach Andernach.

Nach Kriegsende kehrte Blashkun in seine Heimat zurück und arbeitete als Traktorist. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2011 in Winniza (Ukraine).