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RLP

Albert, Jean

Aufnahme von Jean Albert bei seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen im April 1945; Quelle: Jean Albert (Privatbesitz)
Jean Albert 1996; Quelle: NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz

geb. am 4. Oktober 1921 in Saint Maurice, Frankreich

Häftling im KZ Hinzert vom 9. Oktober 1942 bis 2. Februar 1943

Albert war als Mitglied der französischen Widerstandsbewegung an der Herstellung und Verteilung von Flugblättern gegen die deutsche Besatzungsmacht, an Angriffen z.B. auf Buchläden, die Naziliteratur verkauften, und auf Hallen, in denen Material für die Deutschen gelagert war, beteiligt. Im Juli 1942 wurde er von der Gestapo verhaftet. Zunächst wurde er in den Pariser Vorort Neuilly gebracht und dort gefoltert. Später brachte man ihn in das Gefängnis Cherche-Midi. Dort blieb er bis zu seiner Deportation nach Hinzert am 9. Oktober 1942. Von Hinzert aus kam er am 2. Februar 1943 in das Gefängnis von Diez in Einzelhaft. Am 28. Oktober 1943 brachte man ihn nach Brieg in Schlesien. Die letzte Station seines Leidensweges war das KZ Bergen-Belsen. Nach seiner Befreiung aus dem Lager Bergen-Belsen, wurde Albert von den Engländern in ein Krankenhaus eingewiesen, da er nur noch 28 kg wog und für eine Rückkehr nach Frankreich nicht transportfähig war. Zuhause stellte man bei ihm Tuberkulose fest. Ein einjähriger Sanatoriumsaufenthalt wurde notwendig. Nachdem diese Krankheit endgültig ausgeheilt war, widmete sich Albert vor allem der Wahrung der Interessen ehemaliger Kriegsteilnehmer und Deportierter.