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Projektarbeit

Projektarbeit in Gedenkstätten ermöglicht ganzheitliche Lernprozesse, die dabei helfen können, sich auf verschiedenen Ebenen (affektiv, sozial, emotional, kognitiv und motorisch) mit der Geschichte des Nationalsozialismus intensiver und nachhaltiger auseinanderzusetzen, als dies beim einem dreistündigen Besuch möglich wäre. Die Förderung des selbstständigen und forschenden Lernens im Sinne des erweiterten Lernbegriffes setzt eine hohe Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schülern voraus, da bei Projektarbeiten viele einzelne Methoden und Arbeitstechniken zusammenkommen, die organisatorisch umfassend vor- und nachbereitet werden müssen. Die Möglichkeiten sich mit der Thematik ausführlicher auseinanderzusetzen sind äußert vielfältig und bieten ein breite gefächertes Angebot von Arbeitsmöglichkeiten an der Gedenkstätte (Archiv, Bibliothek, Zeitzeugeninterviews, Stätten im Wald…). In der Regel ist Projektarbeit produktorientiert. Der Schaffensprozess und die dabei gewonnen Erkenntnisse sind dabei ebenso wichtig, wie das angestrebte Projekt selbst. Durch das gemeinsame Arbeiten an dem Projekt wird ganzheitliches Lernen nachhaltig gefördert. Die Ergebnisse werden von den Schülern präsentiert und die dabei gewonnen Erfahrungen reflektiert und ausgewertet.

Beispiele einiger Projektarbeiten:

Tag der offenen Tür, Projekt „Hinzert“; Fotos: Gedenkstätte KZ Hinzert

Beispiel einer Projektauswertung in der Schule

Gedanken der Schülerinnen und Schüler

Gedenken bedeutet für mich….

  • An das Vergangene und an die Opfer zu erinnern und zu verdeutlichen, welche grausame Zeit sie erlebten. Und vor allem an sie zu denken, aber auch nachzudenken.
  • Nicht zu vergessen, was damals geschehen ist und die Verstorbenen nicht zu vergessen.
  • Sich mit der Geschichte auseinander zu setzen und Wissen zu erlangen, was man selber nicht wusste.
  • In Erinnerung zu halten und nicht zu vergessen.
  • Sich an die Opfer zu erinnern, damit sie nicht vergessen werden.
  • Sich zu erinnern und im Auge zu behalten, dass sich so was nicht wiederholt.
  • An die Toten zu denken und für sie zu beten.
  • Kränzen niederzulegen.
  • In Gedanken bei den Menschen zu sein.
  • Oft an den Gedenkort wiederkehren.
  • Personen, Personengruppen, Opfer zurück in mein Gedächtnis zu rufen. Ihr Durchlebtes, ihr Leiden und ihre guten „Taten“ und in positiver Erinnerung an sie zu denken und daran zu erinnern.
  • Meinen Gedanken und besonders meinen Gefühlen freien Lauf lassen.
  • Die Geschichte von damals kennen zu lernen.
  • Die Trauer zu vermindern.
  • Anteilnahme und Interesse an der damaligen Zeit.
  • An die schreckliche Vergangenheit zu denken und zu hoffen, dass ein solches Geschehen nicht noch einmal passiert.
  • Sich an etwas zu erinnern, selbst, wenn wir nicht dabei gewesen sind. Wir haben viel gelernt über die damalige Zeit und machen uns unsere eigenen Gedanken darüber. Wir sind selbst dafür verantwortlich, wie wir uns daran erinnern und auch wenn wir nicht live dabei waren, es wurde an uns weiter getragen und wir sollten es auch weitergeben, da dass was in der Vergangenheit passiert ist, aus Respekt und Reue niemals vergessen werden sollte.
  • Über die geschehenen Dinge nachzudenken und durch Informationen sich vorzustellen wie es früher war. Man sollte sich immer an diese Dinge erinnern können, um so was in der Zukunft verhindern zu können.

 

Ohne KZ Gedenkstätten….

  • Würden eventuell die vergangenen Geschehnisse, bzw. die Geschichte in Vergessenheit geraten.
  • Würden wir vielleicht schnell vergessen was geschah und der Platz zur Veranschaulichung würde fehlen.
  • Würden die Opfer der Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Erinnerung gehalten werden.
  • Würde man nicht real sehen können, was damals wirklich war.
  • Hätten die Trauernden keinen Zufluchtsort mehr zum Beten.
  • Geht die Erinnerungskultur verloren.
  • Geht ein Stück Geschichte verloren.
  • Hätten die Toten nicht so viel Würde.
  • Würde der Respekt gegenüber den Opfern schwinden.
  • Würde die Erinnerung an viele Verstorbene verloren gehen und damit auch ein Teil der Geschichte.
  • Lernen aus dem, was damals passierte.
  • Wüssten wir nicht was bzw. unter welchen Umständen die Menschen damals leben und leiden mussten. Es verbildlicht die schwere Zeit der Gefangenen.
  • Würden viele Geschichten der einzelnen Menschen  verborgen bleiben und man wüsste vielleicht nicht mal, dass es so was früher überhaupt gab. Die Gedenkstätten ermöglichen uns einen Blick in die Vergangenheit und das frühere Leben der Menschen
  • Würde man nie sehen oder auch spüren/fühlen wie sich die Menschen damals fühlten. Eine KZ Gedenkstätte  ist ein historischer Ort, an dem man auf eine Reise in die Vergangenheit gehen kann.

Die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus bedeutet für mich…

  • Über eine schreckliche Zeit zu sprechen, in der Millionen von unschuldigen Menschen ermordet wurden und darüber aufgeklärt zu werden.
  • Einen großen Teil deutscher Geschichte in Erinnerung zu behalten.
  • Würde ein großer Teil von damals fehlen, weil die KZ Orte waren, wo die Menschen gequält wurden. An diesem Ort eine Gedenkstätte zu errichten bedeutet viel für die Erinnerungskultur.
  • Verstehen, was damals wirklich geschah.
  • Mit Geschichte zu arbeiten und zu verstehen, warum etwas heute noch so ist, wie es ist.
  • Die Auseinandersetzung mit einem Teil „meiner“ Geschichte.
  • Spannende Geschichte
  • Realität
  • Die Geschichte darüber zu erfahren und auch weiterzugeben.
  • Sehr viel, da ich die Ansicht habe man sollte wissen was damals geschah und wie die Menschen behandelt wurden
  • In die Vergangenheit zu schauen und aus den Fehlern anderer zu lernen.
  • Viel, da mich das Thema interessiert und ich jetzt weiß. Wie vieles damals abgelaufen ist. Ich werde versuchen das alles zu behalten und es weiterzugeben, wie es an mich weitergeben wurde.
  • Einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Mir ist es sehr wichtig etwas darüber zu erfahren/lernen denn es gehört zu unserer Geschichte und es hilft uns aus den gemachten Fehlern zu lernen und es nicht zu wiederholen

 

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