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Gedenkstätte KZ Osthofen

„Der Skandal um die Osthilfe“ - Vortrag von Dr. Dieter Hoffmann

Der Skandal um die Osthilfe kam im Januar 1933 in die Öffentlichkeit. Das größte Subventionsprogramm der Weimarer Republik hatte den ostdeutschen Großagrariern Reichtum gebracht. Die Presse berichtete von Korruption, ein Ausschuss des Reichstags begann den Verdacht auf Misswirtschaft und Begünstigung an konkreten Fällen zu untersuchen.

Reichspräsident Paul von Hindenburg geriet unter Druck und stattete den Feind der Republik mit den präsidialen Vollmachten aus, die zum erfolgreichen Staatsstreich nötig waren. Die neue Regierung stoppte im Gegenzug gewaltsam den Skandal, noch bevor er richtig angefangen hatte. Die alten Eliten des Kaiserreichs beendeten gemeinsam mit der jungen Massenbewegung Hitlers die Republik.

Anhand des damals einzigen Massenmediums, der Presse, rekonstruierte der Historiker Dr. Dieter Hoffmann die Ereignisse. Abläufe zwischen den Parteien und in der Bürokratie ließen sich aus Unterlagen des Reichstags erschließen. Das Handeln der beteiligten Personen ist in den Archiven des Reichspräsidenten und der Reichskanzlei dokumentiert, die auch Unterlagen des einst umfangreichen Behördenapparats zur Osthilfe enthalten. Die Zusammenschau der Quellen macht Querverbindungen sichtbar und lässt Motivationen erkennbar werden.

Zur Person:

Dr. Dieter Hoffmann hat an der Universität zu Köln im Fach Geschichte mit einer Arbeit zu den Juden in Rheinhessen promoviert, die 1992 als Buch veröffentlicht wurde („… wir sind doch Deutsche.“). 2010 erschien sein Buch zum Kriegsausbruch 1914 („Der Sprung ins Dunkle.“). Er hat als Dozent, Historiker und Experte für Public Relations gearbeitet, heute ist er Lehrer für Französisch an einem Aufbaugymnasium.

 

Vortrag und Diskussion

Dienstag

04.02.2020

18:30 Uhr

Ort: Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen

Vortrag und Diskussion
Veranstaltet von:
Förderverein Projekt Osthofen e.V.
Informationen bei:
Ramona Dehoff
 0 62 42 / 910 810
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