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Buch, Georg

geb. am 24. September 1903, Wiesbaden
gest. am 5. August 1995, Wiesbaden

Häftling im KZ Hinzert vom 12. März 1944 bis Juli 1944

Schon früh engagierte sich der Schriftsetzer Georg Buch in der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), der Jugendorganisation der Sozialdemokraten. Schon ab 1928 warnte er als Propagandaleiter der Wiesbadener SPD vor dem heraufziehenden Nationalsozialismus. Im Mai 1933, kurze Zeit vor dem endgültigen Parteiverbot, übernahm er den Vorsitz der SPD in Wiesbaden.  Als sämtliche Parteien außer der NSDAP verboten wurden, organisierte Georg Buch eine Widerstandsgruppe, der hauptsächlich jüngere SAJ- und SPD-Mitglieder angehörten und die einige Jahre unentdeckt blieb.

1941 verhaftet und wegen seiner Widerstandstätigkeit verurteilt, musste der Sozialdemokrat zunächst eine zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe in Frankfurt-Preungesheim  verbüßen. Anschließend musste er ab dem 12. März 1944 noch das SS-Sonderlager/KZ Hinzert und ab Juli 1944 das KZ Sachsenhausen durchleiden. Dort wurde er im Frühjahr 1945 befreit.

Nach dem Krieg war Georg Buch von 1946 bis 1954 städtischer Dezernent für Wirtschaft und Ernährung in Wiesbaden, von 1954 Bürgermeister und von 1960 bis 1968 Oberbürgermeister der hessischen Landeshauptstadt, von 1966 bis 1974 Präsident des Hessischen Landtags.

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